Harald Burger

Malerei
Installation

Technik

 

Meine ersten abstrakten (damals gespachtelten) „Risse“-Bilder mit strukturierter Oberfläche entstanden 1968-1975. Nach einer längeren Beschäftigung mit surrealistischer und realis-tischer Malerei kehrte ich Mitte der 80-er Jahre zur abstrakten Darstellungsweise zurück. Beeinflusst und beeindruckt durch einfache weiße Bilder von Alberto Burri wie z.B. „Bianco Cretto“, das ich in den 90-er Jahren erstmals im Original bewundern konnte, entwickelte ich in mehreren Stufen meine eigene Technik:

Arbeiten auf Leinwand. Mit Spachtelmasse und Acrylfarbe werden verschiedene Schichten übereinandergemalt, hineingekratzt, erhabene Linien gesetzt, teilweise mit Schleifmaschine Abschleifen der Strukturen, Zerreissen und Aufbrechen der Leinwand. Am Anfang wurden meine Bilder mit der Schleifmaschine plan geschliffen und durch das Übereinanderlagern verschiedener Schichten entstanden völlig neue Strukturen. Danach blieben die Spachtelschichten erhaben und dienen jetzt als reine Farbträger.

Letztendlich ist mir wichtig, eine Spannung von Farbe und Struktur zu erzeugen. Mich inter-essieren rissige Oberflächen und nicht das Glatte. Dabei übt die Ästhetik des Vergänglichen einen großen Reiz aus. Abgewetztes, Verrostetes, Steinreste in griechischen Marmorbrüchen aber auch im ersten Moment nichtssagende einfache Strukturen liefern die Grundlage zu meiner Malerei.

Regelmäßige Aufenthalte (Licht und Farbe) in Griechenland seit 1977. Ateliergespräche bei Heinz Kreutz seit 2002.

Maler und Stilrichtungen, die für mich richtungsweisend sind: Tapies, Alberto Burri, Emil Schumacher, Heinz Kreutz die monochrome und auch die Farbfeldmalerei von Mark Rothko.
Die Frage oder besser die Struktur in der Kunst ist,

Dinge, die überflüssig sind wegzulassen,

sich dessen ständig bewusst zu sein und zu überprüfen.

Den Blick frei zu machen von allem Nebel für das Wesentliche.

Man muss herausfinden – für sich –

was wirklich eine Bedeutung bzw.

in aller Freiheit Bestand hat.
Harald Burger, März 2013